Kann man Zucker beim Backen einfach durch Honig ersetzen? Ja – und das Ergebnis wird oft sogar saftiger und aromatischer. Ein paar Dinge solltest du aber wissen.
Die Umrechnungsformel
Honig süßt stärker als Zucker (dank des höheren Fruktoseanteils) und bringt Flüssigkeit mit. Als Faustregel gilt:
- 100 g Zucker ≈ 75 g Honig
- Pro 100 g eingesetztem Honig die Flüssigkeit im Rezept um ca. 20 ml reduzieren
Das ändert sich beim Backen
- Bräunung: Honig karamellisiert früher – Ofentemperatur um 10–15 °C senken oder Gebäck rechtzeitig abdecken
- Konsistenz: Gebäck mit Honig bleibt länger saftig und frisch – ideal für Lebkuchen & Co.
- Triebmittel: Honig ist leicht sauer – eine Messerspitze Natron gleicht das aus und macht den Teig lockerer
Welche Sorte zum Backen?
Zum Backen eignet sich ein kräftiger Sommertrachthonig – sein Aroma bleibt auch nach dem Backen präsent. Die feineren Nuancen der Frühtracht hebst du dir besser fürs Brot oder den Joghurt auf, denn beim Erhitzen gehen die zarten Aromen (und die wertvollen Enzyme) verloren.
Zum Ausprobieren: Honig-Haferkekse
80 g Honig, 100 g Butter, 150 g Haferflocken, 100 g Mehl, 1 Ei, Prise Salz und Natron – verkneten, Kugeln formen, 12 Minuten bei 170 °C backen. Mehr Rezepte findest du im Beitrag Backen und Kochen mit Honig.
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