Was machen die Bienen eigentlich im Winter? Die überraschende Antwort: Sie schlafen nicht – sie heizen.
Die Wintertraube
Sobald die Außentemperatur unter etwa 10 °C fällt, rücken die Bienen zu einer dichten Kugel zusammen – der Wintertraube. Im Kern sitzt die Königin bei kuscheligen 20 bis 25 °C, während es außen an der „Schale" nur um die 8 °C hat.
Heizen mit Muskelkraft
Die Wärme erzeugen die Bienen durch Zittern ihrer Flugmuskulatur – ohne dabei zu fliegen. Das kostet Energie: Ein Volk verbraucht über den Winter 10 bis 15 kg Futtervorräte. Die Bienen wechseln dabei ständig ihre Position: Wer außen gefroren hat, darf zum Aufwärmen in die Mitte.
Winterbienen: Die Langlebigen
Während Sommerbienen nur etwa sechs Wochen leben, werden die im Herbst geschlüpften Winterbienen mehrere Monate alt. Sie haben spezielle Fettreserven und müssen das Volk bis ins Frühjahr bringen – erst dann schlüpft die neue Generation.
Was macht der Imker im Winter?
- Kontrolle von außen: Sitzt der Deckel fest? Ist das Flugloch frei?
- Gewichtskontrolle: Reicht das Futter?
- Werkstattarbeit: Rähmchen bauen, Beuten reparieren, Wachs einschmelzen
- Und: Honig abfüllen, etikettieren und verschicken
Bitte nicht stören
Jedes Öffnen der Beute im Winter kostet das Volk wertvolle Wärme und Energie. Deshalb gilt von November bis Februar: Die Bienen bleiben in Ruhe. Erst am ersten warmen Tag im Frühjahr, beim Reinigungsflug, sehen wir unsere Völker wieder in Aktion.
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