Honig direkt aus der Wabe – ursprünglicher geht es nicht. Aber viele fragen sich: Darf man das Wachs überhaupt mitessen?
Die kurze Antwort: Ja!
Bienenwachs ist ein reines Naturprodukt und völlig unbedenklich essbar. Es wird vom Körper nicht verdaut, sondern einfach wieder ausgeschieden – ähnlich wie Ballaststoffe. In der EU ist Bienenwachs sogar als Lebensmittelzusatzstoff E 901 zugelassen und überzieht zum Beispiel Gummibärchen.
So isst man Wabenhonig
- Pur kauen: Ein Stück Wabe im Mund zergehen lassen – der Honig löst sich heraus, das Wachs bleibt wie ein natürlicher Kaugummi zurück. Ausspucken oder schlucken: beides fein.
- Aufs warme Brot: Auf frisch getoastetem Brot schmilzt das Wachs leicht an und verbindet sich mit dem Honig
- Zur Käseplatte: Ein Stück Wabenhonig neben kräftigem Bergkäse ist ein Gedicht
Warum Wabenhonig so selten ist
Für Wabenhonig muss die Wabe frisch ausgebaut, unbebrütet und komplett verdeckelt sein. Der Imker opfert dabei die ganze Wabe samt Wachs – die Bienen müssen alles neu bauen. Für ein Kilo Wachs verbrauchen sie die Energie von rund sechs Kilo Honig. Deshalb ist Wabenhonig teuer und bei kleinen Imkereien meist gar nicht im Angebot.
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