Manuka-Honig aus Neuseeland ist das wohl bekannteste Superfood unter den Honigen – mit Preisen von 30 bis über 100 Euro pro Glas. Zeit für einen nüchternen Vergleich.
Was ist Manuka-Honig?
Manuka-Honig stammt vom Nektar der Südseemyrte, die in Neuseeland wächst. Er enthält den Stoff Methylglyoxal (MGO) in ungewöhnlich hoher Konzentration, dem antibakterielle Eigenschaften zugeschrieben werden. In der Wundversorgung wird speziell aufbereiteter medizinischer Manuka-Honig tatsächlich eingesetzt.
Die Schattenseiten des Hypes
- Der Preis: Ein Vielfaches von regionalem Honig – oft für Alltagsanwendungen, für die es keinen Beleg gibt
- Fälschungen: Es wird weltweit deutlich mehr „Manuka“ verkauft, als Neuseeland produziert
- Die Ökobilanz: 18.000 Kilometer Transportweg für ein Glas Honig
- MGO ist kein Freifahrtschein: Die beworbenen Effekte beziehen sich meist auf Laborstudien, nicht auf das Frühstücksbrötchen
Was regionaler Honig kann
Auch heimischer Honig enthält Enzyme, Inhibine und über 180 Begleitstoffe. Er ist naturbelassen, hat kurze Wege und du kennst den Imker persönlich. Bei beeMore weißt du genau, wo die Völker stehen: in Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg.
Mein Fazit
Für die medizinische Wundversorgung hat Manuka seinen Platz – im Krankenhaus, nicht im Müsli. Für alles andere gilt: Ein ehrlicher regionaler Honig liefert Geschmack, Transparenz und eine gute Ökobilanz – zu einem Bruchteil des Preises. Der wahre Luxus ist nicht der weiteste Transportweg, sondern der kürzeste.
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