Bevor Menschen Bier brauten oder Wein kelterten, tranken sie vergorenen Honig: Met gilt als das älteste alkoholische Getränk der Menschheit.
Eine jahrtausendealte Geschichte
Funde deuten darauf hin, dass Honigwein schon vor über 9.000 Jahren getrunken wurde. Germanen und Wikinger machten ihn zum Kultgetränk – der „Trank der Götter" spielte bei Festen und Ritualen die Hauptrolle. Auch das Wort „Honigmond" (heute: Flitterwochen) geht angeblich auf den Brauch zurück, dem Brautpaar einen Monat lang Met zu spendieren.
Wie wird Met hergestellt?
Das Prinzip ist einfach: Honig wird mit Wasser verdünnt und mit Hefe vergoren. Der Zucker wird zu Alkohol – übrig bleibt ein goldener Wein mit 10 bis 16 % Alkohol. Die Kunst liegt in den Details: Honigsorte, Wasserqualität, Hefe und Reifezeit bestimmen den Charakter. Je nach Rezept kommen Gewürze, Äpfel oder Kirschsaft dazu.
So schmeckt Met am besten
- Kalt: Als Aperitif bei 10–12 °C, gern mit einem Spritzer Zitrone
- Warm: Der Klassiker auf Mittelaltermärkten – wie Glühwein erhitzt (nicht kochen!), mit Zimt und Nelken
- In der Küche: Zum Ablöschen von Braten oder in Soßen
Met und Honigqualität
Für guten Met braucht es guten Honig – kräftige Sorten wie Sommertracht geben dem Honigwein mehr Charakter als milde. Manche Imker brauen ihren eigenen Met; wir konzentrieren uns vorerst aufs Glas. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt …
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