Über Königinnen und fleißige Arbeiterinnen wird viel geschrieben. Die Männer des Bienenvolkes führen dagegen ein Schattendasein – völlig zu Unrecht.
Was ist ein Drohn?
Drohnen sind die männlichen Honigbienen. Sie sind deutlich größer und pummeliger als Arbeiterinnen, haben riesige Augen – und keinen Stachel. Ein Drohn kann also gar nicht stechen.
Geboren ohne Vater
Eine biologische Kuriosität: Drohnen schlüpfen aus unbefruchteten Eiern. Sie haben eine Mutter (die Königin), aber keinen Vater – dafür einen Großvater. Dieses System nennt sich Haplodiploidie und sorgt bis heute für Staunen in der Biologie.
Ein Leben für einen Moment
Die Hauptaufgabe der Drohnen ist die Paarung. An warmen Nachmittagen fliegen sie zu sogenannten Drohnensammelplätzen – festen Orten, die Jahr für Jahr an denselben Stellen liegen, obwohl kein Drohn den Winter überlebt. Wie sie diese Plätze finden, ist bis heute nicht vollständig geklärt.
Mehr als nur Paarungspartner
Lange galten Drohnen als „Nichtstuer". Heute weiß man: Sie helfen beim Wärmen der Brut und ihre Anwesenheit gehört zur Harmonie eines gesunden Volkes. Ein Volk ohne Drohnen im Sommer stimmt den Imker nachdenklich.
Die Drohnenschlacht
Im Spätsommer endet die Gastfreundschaft: Wenn keine Paarungen mehr anstehen, werden die Drohnen von den Arbeiterinnen vom Futter abgedrängt und aus dem Stock geworfen. Klingt hart – ist aber Überlebensstrategie: Jeder Esser weniger erhöht die Chance des Volkes, über den Winter zu kommen.
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