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Propolis: Das Schutzharz aus dem Bienenstock
07.05.2026 · von Florian Stoth · ⏱ ca. 1 Min. Lesezeit

Propolis: Das Schutzharz aus dem Bienenstock

Bienen bauen sich ihre eigene Apotheke: Mit Propolis halten sie ihren Stock keimfrei. Was das Kittharz ist, wie es entsteht und wofür Menschen es nutzen.

Wer schon einmal ein Rähmchen aus einer Beute gezogen hat, kennt das klebrige, harzige Zeug an allen Ecken: Propolis, das Kittharz der Bienen. Für das Volk ist es Baumaterial und Schutzschild zugleich.

Woraus besteht Propolis?

Die Sammlerinnen tragen Harze von Knospen und Rinden ein – vor allem von Pappeln, Birken und Nadelbäumen. Im Stock vermischen sie die Harze mit Wachs, Pollenanteilen und eigenen Enzymen. Das Ergebnis: eine Masse aus rund 50 % Harz, 30 % Wachs, ätherischen Ölen und Pollen.

Die Klimaanlage bleibt keimfrei

In einem Bienenstock leben zehntausende Tiere dicht an dicht bei 35 °C und hoher Luftfeuchtigkeit – eigentlich ein Paradies für Keime. Genau hier kommt Propolis ins Spiel:

Was macht der Mensch daraus?

Propolis wird seit der Antike verwendet – schon die Ägypter nutzten es. Heute findet man es in Tinkturen, Salben und Kosmetik. Studien untersuchen seine antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften. Wichtig zu wissen: Propolis kann Allergien auslösen, ein Verträglichkeitstest ist sinnvoll.

Propolis aus der Imkerei

Als Imker ernten wir Propolis nur nebenbei und in kleinen Mengen – etwa beim Abkratzen der Rähmchen. Es zeigt aber wunderbar, was für ein perfekt organisierter Organismus ein Bienenvolk ist: Sogar die Apotheke bauen sich die Bienen selbst.

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